Bevor du unglücklich wirst, lies das. Du könntest einen Wiedereinstieg finden, der besser zu dir passt.
Deine Elternzeit ist vorbei oder neigt sich dem Ende zu?
Der Wiedereinstieg in den Berufsalltag kann eine willkommene Abwechslung zur Elternzeit sein, aber auch ganz schön nervenaufreibend.
Für viele Eltern ist der Wiedereinstieg mit großen Herausforderungen verbunden. Egal, ob man seine alte Tätigkeit wiederaufnehmen möchte oder einen Neuanfang wagt.
Hören wir uns dazu die Geschichten von Stefanie, Sandra und Daniel an, und welche Wege sie gewählt haben.
Wiedereinstieg in den alten Beruf mit neuen Arbeitsbedingungen
Stefanie zum Beispiel war fast am Ende ihrer Elternzeit angelangt. Für sie waren Kinder schon immer wichtiger als ihre Karriere. Daher nahm sie sich drei Jahre Elternzeit, um für ihre Tochter voll da zu sein.
Sie hatte anfangs geplant, die Kleine nach der Elternzeit in die Kita zu geben und wieder Vollzeit einzusteigen. Doch dieser Idee konnte sie mit der fortschreitenden Elternzeit nichts mehr abgewinnen.
Sie wollte nach ihrem Wiedereinstieg beim bisherigen Arbeitgeber auf jeden Fall noch genügend Zeit mit ihrer Tochter verbringen und daher weniger arbeiten als vorher, und das mit flexibleren Arbeitsbedingungen.
Einige Tage vor dem Wiedereinstiegsgespräch mit ihrem Chef wurde sie sehr nervös und unsicher. Wie sollte sie es ihrem Vorgesetzen sagen? Wird er auf ihre Bedingungen eingehen? Und was, wenn nicht?
Du hast es vielleicht selbst erlebt. Eltern erfahren während ihrer Elternzeit oft eine Veränderung ihrer Prioritäten. Sie können stark abweichen von dem, was sie sich vorher ausgemalt haben. Dann gibt es keinen Weg daran vorbei, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen neu zu verhandeln.
Solche Gespräche können unangenehm werden. Manchmal weiß man schon vorher, dass es zäh laufen wird.
Was sind deine optimalen Arbeitsbedingungen für einen Wiedereinstieg? Wie sieht eine optimale Arbeitswoche für dich aus? Für wie schwierig schätzt du ein Gespräch mit deinem Chef ein?
Wenn der Wiedereinstieg mit einer bösen Überraschung beginnt
Für viele Eltern ist der Wiedereinstieg in den bisherigen Beruf beim alten Arbeitgeber der naheliegende Weg.
Er scheint der überschaubarste und risikoloseste Weg zu sein, das noch junge Familienglück abzusichern. Dabei hilft einem der Gesetzgeber mit vielen Regelungen zur Elternzeit und zum Wiedereinstieg.
Doch allzu häufig erlebt man nach dem Wiedereinstieg eine unangenehme Überraschung.
Wie bitte? Ich bekomme nur noch langweilige Aufgaben zugeteilt? Mein Arbeitsplatz ist vergeben? Eine Kündigung im Briefkasten?
Nach neun Jahren im Beruf war Sandra für 14 Monate in Elternzeit gegangen. Zuvor hatte sie Vollzeit als Projektleiterin gearbeitet und musste viel reisen. Nach ihrer Elternzeit wollte sie auf jeden Fall in ihren alten Beruf zurückkehren, aber dann ihre Arbeitszeit auf drei Tage in der Woche reduzieren. Da ihr Mann nach einem Jobwechsel noch in der Probezeit war, konnte er seine Arbeitszeit hingegen nicht reduzieren.
Damit Sandra ihren Job behalten konnte, musste für ihre Tochter ein Platz in einer privaten Kita gesucht werden, die lange Betreuungszeiten anbietet. Sandra hatte zuerst ein schlechtes Gewissen, ihre Tochter für so eine lange Zeit abzugeben. Sie hatte das Gefühl, dass die Elternzeit ruhig noch etwas länger dauern könnte. Anderseits hatte sie sehr viel Freude daran, wieder ihren Kopf anzustrengen.
Eine Sache belastete Sandra allerdings sehr. Sie hatte bei ihrem Wiedereinstieg kein eigenes Projekt mehr zugeteilt bekommen und musste immer noch viel reisen. Daher hat sie sich vorgenommen, einen neuen Job zu suchen, der ihr mehr Spaß macht, mit flexibleren Arbeitszeiten und bei dem sie nicht ständig unterwegs sein muss.
Den bisherigen Job wiederaufzunehmen oder fortzuführen, bis man einen passenden Job gefunden hat, ist meistens eine gute Idee. Und es ist nicht zu früh, wenn man sich schon während der Elternzeit darüber Gedanken macht, wie der optimale Job aussehen soll.
Der Wunsch nach mehr Freiheit und Flexibilität
Die meisten Menschen werden jetzt und in der nahen Zukunft als Mitarbeiter arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren. Da ist nichts Falsches dran. Und mit dem notwendigen Wissen kann man sogar seinen Traumjob finden.
Doch selbst in einem gut bezahlten Job, der einem am Herzen liegt, kann man sich in seinem Gestaltungsspielraum stark eingeschränkt fühlen. Das kann an der Unternehmenskultur liegen, am eigenen Chef und auch an den Kollegen.
Daniel konnte sich nicht vorstellen, Vollzeit zu arbeiten und seinen Sohn kaum zu Gesicht zu bekommen. Er wollte ihn aufwachsen sehen und viel Zeit mit ihm verbringen und ihm so etwas von sich mitgeben. So verständigten er und seine Frau sich darauf, sich die Elternzeit zu teilen. Das erste Jahr wollten beide komplett zuhause bleiben. Für das zweite Jahr wollte Daniel in Teilzeit gehen.
Daniel hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass sein Chef bei der Teilzeit im zweiten Jahr so stark blocken würde. Er solle doch lieber zwei Jahre komplett zuhause bleiben, entweder voll fürs Unternehmen da sein oder gar nicht. Und das, obwohl im Unternehmen viele Frauen Teilzeitkräfte waren, sogar in Führungspositionen.
In seiner Elternzeit hatte Daniel genügend Zeit zum Nachdenken, wie sein zukünftiger beruflicher Weg aussehen könnte. Wie könnte er seinen Beruf, der ihm sehr viel Spaß machte, flexibler und nach seinen Bedingungen gestalten?
Daniel entschied sich dazu, seine bisherigen beruflichen Erfahrungen zu nutzen und sich während der Elternzeit ein zweites Standbein als freier Autor aufzubauen.
Damit hat er ein Nebeneinkommen und kann dies später sogar weiter ausbauen. Vielleicht kann er seinen Vollzeitjob irgendwann kündigen.
Der Weg in die Selbstständigkeit mag zuerst wie ein zu großer Schritt erscheinen. Doch gerade hier liegt das größte Potenzial für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben in finanzieller Unabhängigkeit. Du kannst dabei deine erworbenen Eltern-Skills als Business-Skills gut für deinen Start in die Selbstständigkeit einsetzen.
Ich habe dir nun 3 Wege aufgezeigt, wie du deinen Wiedereinstieg so gestalten kannst, dass er zu dir passt. Damit kannst du dein weiteres Leben nach deinen Bedürfnissen und Anforderungen gestalten.
Deinen bisherigen Job fortzuführen, obwohl du ihn nicht besonders magst, kann dir dabei helfen, die Zeit zu überbrücken, die du benötigst, um entweder deinen Traumjob zu finden oder zum Beispiel dein eigenes Business zu starten.
Sich kurzfristig aus finanziellen Gründen einen Job zu suchen, der einem noch genügend Freiraum und Energie lässt, seinen Traumjob zu finden oder sein eigenes Business zu starten, kann durchaus sinnvoll sein.
Doch es geht nicht nur um den Wiedereinstieg, sondern auch darum, wie du die Weichen stellst für die Zeit danach. Dein Kind wird immer selbstständiger, verlässt irgendwann das Haus. Was würde dich reizen, wenn du die freie Wahl hättest?
Noch unentschlossen? Wie stellst du dir dein zukünftiges Leben vor?
Besser ist es, jetzt zu starten. Jetzt zu starten, deinen eigenen Weg zu gehen. Einen Weg, der für dich Sinn macht, der dir Spaß macht, der optimal zu dir passt. Das geschieht nicht sofort, aber Schritt für Schritt.
Wenn du dich nicht nur an die Welt anpassen möchtest, sondern auch die Welt an dich, dann lade ich dich zu einer Entdeckungsreise ein, die dein Leben verändern kann.
Du kannst nur den Einfluss auf dein Leben zurückgewinnen, wenn du dir klar machst, wer du bist und was du willst. Und auf diesem Weg steigt dein Selbstvertrauen wie von selbst. Siehe hier.
Mach dich auf den Weg um selbstbestimmter zu leben und zu arbeiten!
